Umbau 150er Reifen

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Umbau des Hinterreifens auf 150er

 

Man sollte vor diesem Umbau zuerst zum TÜV seines Vertrauens fahren und mit dem Prüfer Rücksprache halten. Die Erfahrung zeigt, dass nicht jede TÜV-Station diesen Umbau auch einträgt.

Da mein alter Hinterreifen (130er original) gerade am Ende war, musste ein neuer her. Da ich in Erfahrung gebracht hatte, dass bei der ER-5 mit geringem Aufwand auch ein 150er Reifen einzubauen geht, wurde dies in Angriff genommen.

Erstmal wurde eine TÜV-Station gesucht, die mir den Reifen nur mit einem Datenblatt des Herstellers einträgt (sollte jemand das Datenblatt von Dunlop für den Arrowmax GT 501 150/70 B 17 M/C 69H TL oder für den Bridgestone BT45R 150/70-17 69H TL benötigen, kurze Mail reicht. Ich verschicke es dann per Mail). Diese wurde dann auch gefunden und es benötigte ein paar Gespräche telefonischer und persönlicher Art um alles abzuklären. Nachdem dies erledigt war, habe ich mir den Reifen bestellt und montiert.

Dies zog eine kleine Veränderung an der Bremsankerstrebe (Momentenstütze) um den nötigen Freiraum zwischen der Strebe und dem Reifen zu bekommen (der TÜV möchte gerne 5mm Platz haben) nach sich.

 

Benötigte Werkzeuge und Materialien

 

Knarre mit 14er und 24er Nuß (eventl mit Verlängerung)

Ein Satz Ringschlüssel (am besten bis 24er)

Drehmomentenschlüssel bis 100Nm

Kombizange

Gummihammer

150er Reifen

HV-Schraube M10 X 45 mindestens Güteklasse 10.9

Eine Mutter M10 mit angesetzter Zahnscheibe

Eine Mutter M10

 

 

 

Bild 1

 

1)     Den Sicherungssplint (1.1) der Kronenmutter (2.1) entfernen

 

2)     Die Stellung der Kerbe (5.1) mit einem Bleistift auf der Schwinge auf beiden Seiten markieren

 

3)     Die Kontermuttern der Kettenspanner (3.1) auf beiden Seiten lösen

 

4)     Die Kronenmutter mit 24er Nuß oder Ringschlüssel (2.1) lösen

 

Bild 2

 

5)     Den Splint der Bremsankerstrebe (1.2) entfernen

 

6)     Die Mutter (2.2) der Strebe mit 14er Nuß oder Ringschlüssel lösen und abdrehen

 

 

7)     Die Mutter der Zugstrebe abdrehen und die Zugstrebe aus der Halterung ziehen. Die Aufnahme der Strebe nach vorne durch das Loch rausdrücken.

 

8)     Nun die Kronenmutter (2.1) ganz abdrehen und die Steckachse (3.2) rausziehen (sollte nicht das gehen, kommt der Gummihammer zum Einsatz J), dabei auf die Hülse auf der von hinten gesehnen rechten Seite achten. Die muß da nachher auch wieder rein J

 

 

9)     Nun die Kette vom Kettenrad abnehmen, das Rad nach hinten rausziehen und den Deckel der Bremse und das Kettenrad aus ihren Aufnahmen entnehmen.

 

10)  Jetzt mit dem Hinterrad zum Reifenhändler und den alten Pneu runter und den neuen aufziehen lassen

 

 

11)  Danach alles wieder zusammenschrauben aber nicht vergessen die Kettenspanner an den vorher gemachten Markierungen auszurichten und die Kronenmutter nach dem anziehen mit einem Drehmomentenschlüssel zu kontrollieren (98 Nm), das gleiche mit der Mutter der Ankerstrebe (34 Nm)

 

 

Umbau der vorderen Befestigung der Bremsankerstrebe

 

Dieser Umbau muß sein, da sonst die Bremsankerstrebe zu dicht am Reifen sitzt und der Mann vom TÜV dann eventl etwas zu meckern hat und das ganze Projekt zu Fall bringen könnte.

Die Strebe sitzt in der vorderen Halterung an der Schwinge zwischen 2 Platten. Aus dieser Halterung nimmt man die Strebe raus und legt sie außen vor die Platten. Den Spalt zwischen den beiden Platten füllt man mit einem Stück Blech von 5mm Dicke in das ein 11mm Loch gebohrt wurde oder 2Stck Unterlegscheibe für M10er Schrauben. Dieses Blech (Scheiben) benötigt man, damit beim Anziehen der Schraube sich die beiden Platten nicht zusammen ziehen und dadurch verbiegen und an Halt verlieren.

Sollte es dann immer noch nicht ausreichen, kann man unter die Strebe, an den Platten, noch eine U-Scheibe legen. Die Schraube sollte man gegen eine längere tauschen, die mindestens die Güteklasse 10.9 (H.V.-Schraube) hat. Da die Strebe beim Bremsvorgang auf Zug belastet wird, sollte man die Finger von billigen Baumarktschrauben lassen und sich wirklich etwas Vernünftiges an Schraube gönnen. Die Schraube kostet im Fachhandel mit 2 Muttern und ein paar U-Scheiben ca 2,00€. Das sollte einem die Sicherheit schon Wert sein.

Die 2te Mutter M10 dient dazu die Mutter mit der angesetzten Zahnscheibe zu kontern um ein losdrehen zu verhindern. Da in der neuen Schraube keine Splintbohrung vorhanden ist, hat man auch keine Möglichkeit die Mutter durch einen Splint zu sichern. Daher die 2te Mutter. Sie dient also nur der Sicherheit. Kann aber nur empfehlen die Bohrung für den Sicherungssplint im Zweifelsfall mit einer Handbohrmaschine zu machen. Denn dann ist es der Mutter unmöglich sich abzudrehen.

 

Letzte Änderung: Samstag, 18. September 2010 07:09

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